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Indolentes und aggressives Non-Hodgkin-Lymphom
Die Klassifikation des Non-Hodgkin-Lymphoms basiert auf einer Reihe von Kriterien. Eine vereinfachte, aber begr�ndete Betrachtungsweise geht von zwei Hauptkategorien oder Malignit�tsgraden des Non-Hodgkin-Lymphoms aus, die dem Arzt helfen, die richtige Behandlung f�r den Patienten zu w�hlen:
- indolent (niedrigmaligne oder langsam wachsend)
- aggressiv (hochmaligne oder schnell wachsend)
Indolente Non-Hodgkin-Lymphome wachsen langsam. Sie verursachen h�ufig zun�chst keine Symptome und bleiben deshalb oft eine Zeit lang unbemerkt. Auch nach der Diagnose brauchen viele dieser Lymphome nicht sofort behandelt zu werden, und mitunter kann Monate oder gar Jahre abgewartet werden. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, bewirkt diese in der Regel, dass das Lymphom schrumpft und oft sogar ganz verschwindet, sodass der Patient zeitweilig krankheitsfrei ist, d.h. es tritt eine 'Remission', ein. H�ufig kommt es jedoch zu einem Rezidiv (�R�ckfall�), das eine weitere Behandlung notwendig macht.
Tabelle: Unterschiede zwischen aggressivem und indolentem NHL
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| 40% - 50% |
50% - 60% |
| Langsam wachsend |
Schnell wachsend |
| Häufig keine Symptome bei Diagnose; die Diagnose findet in vielen Fällen zufällig statt |
Symptome sind wahrscheinlich vor der Diagnose |
| Behandlung mitunter nicht sofort nötig |
Behandlung normalerweise sofort erforderlich |
| Lymphom spricht gut auf Behandlung an; Rückfälle sind aber wahrscheinlich |
Lymphom spricht gut auf Behandlung an; höhere Wahrscheinlichkeit auf Heilung |
Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome wachsen schneller. Im Gegensatz zu indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen verursachen sie h�ufiger Symptome und m�ssen normalerweise unverz�glich behandelt werden. Die Bezeichnung �aggressiv� klingt zwar sehr furchterregend, doch gerade diese Lymphome sprechen oft sehr gut auf die Behandlung an. Die Wahrscheinlichkeit einer vollst�ndigen Heilung ist bei ihnen sogar h�her als bei indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen.
Indolente und aggressive Non-Hodgkin-Lymphome lassen sich nach ihrem Erscheinungsbild unter dem Mikroskop in verschiedene Typen unterscheiden. Zu diesem Zweck muss bei allen Patienten eine Probe des Lymphomgewebes entnommen werden. Bei den meisten Patienten wird eine Biopsie durchgef�hrt, bei der ein befallener Lymphknoten ganz oder teilweise chirurgisch entfernt wird. Bei einigen Patienten wird die Diagnose �zuf�llig� w�hrend eines Routineeingriffs wie z.B. einer Gastroskopie gestellt.
Es ist wichtig, dass Non-Hodgkin-Lymphome richtig klassifiziert werden, weil die Behandlung der beiden Lymphom-Klassen sehr unterschiedlich sein kann.
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