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Staging-Untersuchungen
Sobald die Diagnose des Non-Hodgkin-Lymphoms gestellt ist, muss das Stadium des Lymphoms festgestellt werden. Durch dieses so genannte Staging, wird die Erkrankung normalerweise in eines von vier Stadien (I�IV) eingeteilt (Siehe Grunds�tze des Stagings). Beim Staging wird ber�cksichtigt,
- wie viele Gruppen von Lymphknoten befallen sind
- ob das Lymphom nur auf die Lymphknoten beschr�nkt ist oder sich bereits in andere Organe ausgebreitet hat
- ob sich das Lymphom nur im Brustkorb oder abdomen, oder aber in beiden Arealen ausgebreitet hat.
Eine Knochenmarksbiopsie ist die Entnahme einer Knochenmarksprobe f�r die Untersuchung. Dies erfolgt unter lokaler Bet�ubung.
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Es ist unbedingt notwendig, das Stadium des Lymphoms zu kennen, bevor die Behandlung eingeleitet wird. Es mag den Anschein haben, dass die Behandlung durch die Staging-Untersuchungen unn�tig lange hinausgez�gert wird. Die richtige Behandlung h�ngt jedoch entscheidend von der genauen Diagnose ab, und eine geringf�gige Verz�gerung wird leicht dadurch wieder wettgemacht, dass von Anfang an die bestm�gliche Behandlung gew�hlt werden kann.
Da die �rzte, die die Untersuchungsergebnisse auswerten, Spezialisten auf diesem Gebiet sind und nicht notwendigerweise dieselben �rzte sind, die die Patienten betreuen und die Behandlungsentscheidungen treffen, ist es normal, dass man mindestens einige Tage auf die Ergebnisse warten muss.
Es gibt viele verschiedene Untersuchungen zur Bestimmung des Stadiums eines Non-Hodgkin-Lymphoms, doch nicht bei jedem Patienten sind alle diese Untersuchungen erforderlich. Folgende Untersuchungen k�nnen durchgef�hrt werden:
Knochenmarkbiopsie
Das Knochenmark ist die weiche Substanz im Inneren von Knochen. Hier werden die Blutzellen des K�rpers gebildet, und die meisten Blutzellen reifen im Knochenmark heran, bevor sie im Blut zirkulieren.
Bei einer Knochenmarkbiopsie wird eine Probe des Knochenmarks zur Untersuchung entnommen. Dies kann unter Anwendung eines Lokalan�sthetikums durchgef�hrt werden. Die Probe wird normalerweise aus dem oberen Teil der H�ftknochen im Kreuz oder in seltenen F�llen auch aus dem Brustbein entnommen.
Die Biopsie selbst ist ein einfacher Eingriff, bei dem zwei Gewebeproben mit zwei separaten Nadeln entnommen werden. Bei der ersten erfolgt eine Feinnadelaspiration der das Knochenmark umgebenden Fl�ssigkeit und Zellen, und zwar normalerweise aus dem H�ftknochen, gelegentlich aus dem Brustbein.
Bei der zweiten wird mit einer anderen Nadel ein wenig Knochenmark selbst entnommen, fast immer aus dem H�ftknochen. Dies kann schmerzhaft sein, und der Arzt oder die Schwester empfiehlt den Patienten unter Umst�nden, ein Schmerzmittel einzunehmen, bevor die Wirkung des Lokalan�sthetikums nachzulassen beginnt. Manchmal treten nach der Biopsie ein bis zwei Tage lang leichte Schmerzen auf, sodass auch w�hrend dieser Zeit Schmerzmittel notwendig sein k�nnen.
Das bei der Biopsie entnommene Knochenmark wird unter dem Mikroskop untersucht. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob sich Lymphomzellen im Knochenmark befinden.
R�ntgenuntersuchungen ben�tigen meist �berhaupt keine Vorbereitung und sind sehr schnell; sie dauern nur ein paar Minuten. Dabei wird ein Bild erstellt, auf dem die Knochen zu sehen sind, das aber gleichzeitig Informationen �ber die Weichteile des K�rpers enth�lt.
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R�ntgenaufnahme
Die meisten R�ntgenaufnahmen k�nnen ohne jede Vorbereitung durchgef�hrt werden und dauern nur wenige Minuten. Der K�rper wird dabei mit Strahlen durchleuchtet, um ein Bild zu erzeugen. Dieses Bild zeigt die Knochen, gibt aber auch Aufschluss �ber die Weichteile des K�rpers. So kann z.B. eine R�ntgenaufnahme zeigen, ob sich das Lymphom in die Lungen oder in die Lymphknoten im Brustkorb ausgebreitet hat.
CT-Untersuchung
Bei einer CT-Untersuchung werden mit R�ntgenstrahlen �hnliche Aufnahmen wie bei der normalen R�ntgenuntersuchung angefertigt. Es werden jedoch mehrere Bilder von verschiedenen �Schichten� des K�rpers erzeugt, sodass letztendlich ein dreidimensionales Bild entsteht. Wie eine R�ntgenaufnahme kann es zeigen, ob das Lymphom nur Lymphknoten oder auch andere Organe des K�rpers befallen hat. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft oder schwierig, doch sie dauert l�nger als eine R�ntgenaufnahme (bis zu etwa einer halben Stunde).
Bei einigen Untersuchungen ist es notwendig, f�r einige Stunden vor der Untersuchung nichts zu essen oder zu trinken. Bei anderen Untersuchungen wiederum wird eine farbstoffartige Substanz injiziert, die auf den Aufnahmen zu sehen ist. Die untersuchte Person wird in einen Computertomographen geschoben und muss darin f�r die Dauer der Untersuchung unbeweglich liegen bleiben.
MRT-Untersuchung (Kernspintomographie)
Bei einer Kernspintomographie wird, �hnlich wie bei einer Computertomographie, ein Bild in verschiedenen 'Schichten' des K�rpers erstellt, es werden aber zur Bilderzeugung Magnetfelder verwendet.
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Eine MRT-Untersuchung (Kernspintomographie) erzeugt, wie eine CT-Aufnahme, Bilder verschiedener �Schichten� des K�rpers, verwendet dazu aber Magnetfelder. Die Untersuchung kann bis zu eine Stunde dauern, und die untersuchte Person muss f�r die Dauer der Untersuchung bewegungslos liegen bleiben. Die Untersuchung ist schmerzlos, doch der MR-Tomograph ist relativ laut, weshalb Ohrst�psel bereitgestellt werden.
Weil der MR-Tomograph (oder MR-Scanner) einen sehr leistungsf�higen Magneten enth�lt, m�ssen jegliche Metallgegenst�nde (wie z.B. Uhren oder Schmuck) abgelegt werden. MRT-Untersuchungen sind nicht geeignet f�r Menschen mit Metallimplantaten (wie z.B. Herzmonitore, Gelenkprothesen, Knochenn�gel oder -platten oder chirurgische Clips). Es gibt Menschen, die in der engen R�hre eines MR-Tomographen Platzangst bekommen. Es empfiehlt sich, auf diese M�glichkeit vor Beginn der Untersuchung hinzuweisen, da dann zus�tzliche Unterst�tzung geleistet werden kann, um dem beklemmenden Gef�hl abzuhelfen.
Ultraschalluntersuchung
Eine Ultraschalluntersuchung liefert Bilder mit Hilfe von Schallwellen, die von den verschiedenen Geweben und Organen im K�rperinneren als Echos zur�ckgeworfen werden. Diese Echos werden von einem Computer in Bilder umgewandelt. Vor der Untersuchung wird ein Gel auf die Haut �ber dem zu untersuchenden K�rperteil aufgetragen. Dann wird ein kleines handgef�hrtes Ger�t, das Schallwellen aussendet, �ber den zu untersuchenden K�rperteil gef�hrt, w�hrend die untersuchte Person unbeweglich liegen bleibt. Die Untersuchung ist schmerzlos und dauert nur einige Minuten.
PET-Untersuchung
Die PET oder Positronenemissionstomographie ist ein hochempfindliches Verfahren, bei dem mit R�ntgenstrahlen bestimmte Partikel gemessen werden, die von Substanzen abgegeben werden, welche in den K�rper injiziert wurden. Mit diesem Verfahren k�nnen �rzte �aktive� krankmachende Lymphomzellen von inaktiven Zellansammlungen unterscheiden. Deshalb ist diese Technik nach der Behandlung eines Non-Hodgkin-Lymphoms von Nutzen, um zu sehen, ob die Behandlung erfolgreich war. Da sie jedoch eine teure Ausr�stung erfordert, sind PET-Untersuchungen noch nicht �berall durchf�hrbar.
Lumbalpunktion
Eine Lumbalpunktion kann Auskunft dar�ber geben, ob das Non-Hodgkin-Lymphom das Zentralnervensystem befallen hat. Es ist ein einfaches Verfahren, das nur einige Minuten dauert. Eine Nadel wird im Kreuzbereich durch die Haut in die Fl�ssigkeit, die das R�ckenmark umgibt, eingef�hrt. Eine kleine Menge dieser Fl�ssigkeit wird angesaugt und anschlie�end unter dem Mikroskop auf vorhandene Lymphomzellen untersucht.
Mitunter wird ein Lokalan�sthetikum verabreicht, und der Patient muss sich w�hrend des Eingriffs auf die Seite legen. Anschlie�end muss der Patient etwa eine Stunde lang flach liegen bleiben. Dadurch lassen sich Kopfschmerzen weitgehend verhindern, die nach einer Lumbalpunktion auftreten k�nnen. Wenn es dennoch zu Kopfschmerzen kommt, m�ssen nach dem Eingriff gegebenenfalls ein bis zwei Tage lang Schmerzmittel eingenommen werden.
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