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 Behandlung des neu diagnostizierten Non-Hodgkin-Lymphoms
Einleitung | Behandlung des indolenten Non-Hodgkin-Lymphoms
Behandlung des aggressiven Non-Hodgkin-Lymphoms
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    Hauptpunkte


  • Die Behandlung des indolenten Non-Hodgkin-Lymphoms h�ngt vom Stadium der Erkrankung ab und davon, ob der Patient Symptome hat
  • Viele Patienten mit indolentem Non-Hodgkin-Lymphom, vor allem im fortgeschrittenen Stadium, werden mit einer Chemotherapie und/oder einer Therapie mit monoklonalen Antik�rpern behandelt
  • Einige Patienten ohne Symptome folgen einer Strategie des beobachtenden Abwartens ('watch and wait')

Behandlung des indolenten Non-Hodgkin-Lymphoms

Etwa 4 von 10 Non-Hodgkin-Lymphomen sind indolent, und davon sind die meisten vom follikul�ren Typ, obwohl es auch noch viele andere Typen von indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen gibt. Die Behandlungsm�glichkeiten f�r das indolente Non-Hodgkin-Lymphom h�ngen in hohem Ma�e vom Stadium der Erkrankung ab und davon, ob der Patient bereits Symptome hat.

Indolentes Non-Hodgkin-Lymphom im Fr�hStadium

Indolente Non-Hodgkin-Lymphome wachsen langsam und verursachen selten Symptome bevor sie relativ weit fortgeschritten sind. Deshalb werden nur wenige indolente Non-Hodgkin-Lymphome diagnostiziert, die sich noch im Stadium I oder II befinden.

Indolente Non-Hodgkin-Lymphome im Fr�hStadium werden fast immer mit einer Radiotherapie der befallenen Lymphknoten behandelt. Damit wird bei etwa der H�lfte der Patienten eine Heilung erreicht. Bei der anderen H�lfte der Patienten kommt es irgendwann zu einem Rezidiv des Non-Hodgkin-Lymphoms, in der Regel in anderen Lymphknoten. An diesem Punkt ist die Behandlung generell die gleiche wie bei Patienten mit fortgeschrittenem Lymphom (Stadium III oder IV).

Indolentes Non-Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium ohne Symptome

Etwa vier von 10 Non-Hodgkin-Lymphomen werden als indolent, eingestuft, und davon sind die meisten vom follikul�ren Typ. Indolente Non-Hodgkin-Lymphome werden meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium (Stadium III oder IV) diagnostiziert..

Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium, die keine Symptome haben, brauchen zum Zeitpunkt der Diagnose oft noch nicht behandelt zu werden. Regelm��ige Verlaufskontrollen reichen bei ihnen aus. Dies ist die so genannte Strategie des beobachtenden Abwartens 'watch and wait'.

Klinische Studien haben gezeigt, dass sich bei den in Frage kommenden Patienten durch die Strategie des beobachtenden Abwartens (�watch-and-wait�) die Erfolgsaussichten nicht von denen der Patienten unterscheiden, bei denen zum Zeitpunkt der Diagnose sofort mit der Behandlung begonnen wird. Allerdings m�ssen die m�glichen �ngste und die Belastung einer solchen Strategie des beobachtenden Abwartens f�r den Patienten gegen die m�glichen Nebenwirkungen einer sofortigen Behandlung abgewogen werden. Der Arzt kann unter Umst�nden empfehlen, die Behandlung erst zu beginnen, wenn sie unbedingt notwendig ist, um die Auswirkungen auf das Leben des Patienten zu verringern. Der Nutzen und die Risiken der Strategie des beobachtenden Abwartens (�watch-and-wait�) wird jedoch laufend weiter erforscht.

Wenn eine Behandlung unvermeidlich ist, wird gew�hnlich eine, Chemotherapie durchgef�hrt. Diese kann z.B. aus nur einem Medikament, normalerweise, Chlorambucil, bestehen. Ein weiteres Chemotherapeutikum ist Fludarabin, das entweder in Form von Tabletten oder als intraven�se Injektion, allein oder in Kombination mit anderen Pr�paraten verabreicht werden kann.

Sehr h�ufig wird jedoch mehr als ein Medikament verwendet, wie z.B. die Kombinationen CVP, CHOP und FCM. (N�here Informationen sieheChemotherapie) Kombinationen von Chemotherapeutika (wie z.B. CVP oder CHOP beim indolenten NHL) werden oft auch zusammen mit dem monoklonalen Antik�rper Rituximab gegeben, der die Wirksamkeit der Behandlung verst�rkt, ohne wesentliche zus�tzliche Nebenwirkungen hervorzurufen.

Indolentes Non-Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium mit Symptomen

Patienten mit indolentem Non-Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium (Stadium III oder IV) bei der Diagnose und Krankheitssymptomen erhalten meist zun�chst eine Chemotherapie mit oder ohne monoklonale Antik�rpertherapie. Es werden verschiedene Chemotherapie-Programme eingesetzt (z.B. CVP und CHOP), die meist mehrere Chemotherapeutika umfassen, oder eine Chemotherapie in Kombination mit monoklonalen Antik�rpern.

Falls der Patient schwere Symptome hat, kann ein Steroid wie Prednisolon verwendet werden, um sie rasch unter Kontrolle zu bringen. Diese Behandlung kann kurzfristig sehr wirksam sein, ist jedoch nicht als Langzeitbehandlung geeignet. Dennoch sind Steroide in den meisten Kombinationstherapien (CVP, CHOP) enthalten.

Auch die Radiotherapie kann zusammen mit anderen Therapieformen wie der Chemotherapie oder der Therapie mit monoklonalen Antik�rpern kombiniert werden, um massive Lymphome zu behandeln. In diesem Fall wird die Radiotherapie gezielt auf die zu behandelnden Zellmassen gerichtet.

Eine weitere m�gliche Behandlung ist die Hochdosis-Chemotherapie mit anschlie�ender Stammzelltransplantation.

Etwa 75% der Patienten mit symptomatischem indolenten Non-Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium erreichen nach ihrer ersten Behandlung eine Remission die im Allgemeinen 1,5 bis 4 Jahre anh�lt. Danach kommt es h�ufig zu einem Rezidiv. des Lymphoms. In diesem Fall kann eine weitere Behandlung notwendig sein, und die behandlungsfreien Intervalle werden k�rzer. Die Patienten �berleben meist etwa sieben bis 10 Jahre. Diese Zahlen h�ngen jedoch wesentlich vom Alter und Allgemeinzustand des Patienten ab.

Sonstige Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen

Das MALT Lymphom bef�llt bestimmte Organe, vor allem die Speicheldr�sen, die Schilddr�se, die Lungen und den Magen. Beim MALT-Lymphom des Magens besteht ein Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori.

Antibiotika, die die Bakterien abt�ten, k�nnen im Fr�hStadium des MALT-Lymphoms eine Heilung herbeif�hren, doch mitunter kann auch eine Chemotherapie erforderlich sein. MALT-Lymphome des Magens, die dadurch nicht geheilt werden, und MALT-Lymphome in anderen Organen werden genauso wie das indolente Non-Hodgkin-Lymphom behandelt.

Das im Wesentlichen mit der chronischen lymphatischen Leuk�mie identische kleinlymphozyt�re Lymphom ist eine indolente Form des Non-Hodgkin-Lymphoms und durch die �berproduktion von anormalen B-Zellen gekennzeichnet, die sehr viel l�nger als normal leben. Diese Form des Lymphoms ist zwar empfindlich gegen�ber der Chemotherapie, doch nach Remissionen kommt es immer wieder zu Rezidiven.

Behandlungsschema f�r die verschiedenen Stadien und Formen der Erkrankung

Stadium
Behandlung
Krankheitsverlauf
Fr�hes Stadium (I und II) Strahlentherapie der betroffenen Lymphdr�sen und Organe. Gelegentlich Chemotherapie H�ufig komplette Heilung m�glich
Fortgeschrittenes Stadium (III und IV) ohne Symptome Chemotherapie und/oder monoklonale Antik�rpertherapie. Gelegentlich Strahlentherapie Komplette oder partielle Remission im Gro�teil der Patienten; Rezidiv in den meisten F�llen
Fortgeschrittenes Stadium (III und IV) mit Symptomen Chemotherapie und/oder monoklonale Antik�rpertherapie; Strahlentherapie kann auch in einzelnen F�llen eingesetzt werden

 


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