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 Beobachtendes Abwarten
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    Hauptpunkte


  • Einige Patienten mit indolentem Non-Hodgkin-Lymphom brauchen nicht sofort nach der Diagnose behandelt zu werden
  • Die Strategie des beobachtenden Abwartens ('watch and wait') mag zwar riskant anmuten, doch die Patienten werden laufend engmaschig �berwacht
  • Falls Patienten w�hrend des beobachtenden Abwartens pl�tzlich Symptome bekommen, ist unter Umst�nden umgehend eine Behandlung erforderlich

Eine geeignete Vorgehensweise zum Zeitpunkt der Diagnose kann mitunter die Strategie des beobachtenden Abwartens (so genannte �watch and wait�-Strategie) sein. Sie wird bei etwa zwei F�nfteln aller Patienten mit indolentem Non-Hodgkin-Lymphom empfohlen. Bei der Behandlung des aggressiven Non-Hodgkin-Lymphoms ist diese Strategie jedoch sehr ungew�hnlich.

Damit ein Patient f�r diese Strategie des beobachtenden Abwartens (�watch-and-wait�) in Frage kommt, muss ein Lymphom im fortgeschrittenen Stadium vorliegen, d.h. ein Lymphom, das nicht auf eine oder zwei Gruppen von Lymphknoten beschr�nkt ist. Au�erdem muss der Patient in gutem Allgemeinzustand sein, und das Lymphom darf keinerlei Symptome verursachen. Solange es dem Patienten gut geht, keine rasch zunehmenden Lymphknotenschwellungen auftreten und keine Anzeichen daf�r vorliegen, dass das Lymphom die Funktion eines wichtigen Organs beeintr�chtigt, kann die Strategie des beobachtenden Abwartens verfolgt werden.

Damit bei einem Patienten ein Ansatz im Sinne von 'beobachten und abwarten' m�glich ist, sollte er ein schmerzfreies Non-Hodgkin-Lymphom in einem fortgeschrittenen Stadium ohne Symptome haben.
Watch and wait approach

Das beobachtende Abwarten ist mitunter auch bei Patienten mit rezidiviertem indolenten Non-Hodgkin-Lymphom angezeigt.

Die Anwendung der Strategie des beobachtenden Abwartens mag zwar riskant erscheinen, doch einige Studien haben gezeigt, dass sich durch diese Strategie bei den daf�r in Frage kommenden Patienten die Erfolgsaussichten nicht von denen der Patienten unterscheiden, die zum Zeitpunkt der Diagnose umgehend aktiv behandelt werden. Au�erdem verz�gert die Strategie des beobachtenden Abwartens nat�rlich die Nebenwirkungen einer etwaigen Behandlung. Es ist deshalb m�glich, dass der behandelnde Arzt dazu r�t, mit der Behandlung erst zu beginnen, wenn sie unbedingt notwendig ist. Zurzeit laufen klinische Studien , zur Beurteilung des Nutzens einer sofortigen Behandlung im Vergleich zur Strategie des beobachtenden Abwartens.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass die Strategie des beobachtenden Abwartens (�watch-and-wait�) nicht bedeutet, dass nichts getan wird. Die betroffenen Patienten werden regelm��ig in der Lymphom-Ambulanz untersucht. Die Gr��e ihrer Lymphknoten wird laufend kontrolliert, um sicherzustellen, dass sie nicht wachsen, und es werden Untersuchungen durchgef�hrt, um zu �berpr�fen, ob das Lymphom andere wichtige Organe oder das Knochenmark in Mitleidenschaft zieht.

Patienten, bei denen die Strategie des beobachtenden Abwartens verfolgt wird, m�ssen wachsam auf m�gliche Symptome des Lymphoms achten, vor allem die drei so genannten 'B-Symptome�':

  • Fieber (K�rpertemperatur �ber 38�C)
  • Nachtschwei�
  • Unerkl�rbarer Gewichtsverlust von 10% des K�rpergewichts oder mehr �ber 6 Monate

Wenn diese Symptome auftreten, kann dies bedeuten, dass umgehend eine aktive Behandlung eingeleitet werden muss.

Die meisten �watch-and-wait�-Patienten bed�rfen normalerweise etwa 18 Monate nach Beginn der Strategie des Abwartens einer aktiven Behandlung ihres Non-Hodgkin-Lymphoms.

 


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